Schlechte Nachrichten für den SCW und alle Freunde des Hallenbades und der Sauna

Update 20.07.2020:

Überblick über die Situation des Hallenbades

  • Am 29.06 fand in Wörth eine Sondersitzung des Stadtrates statt, um über die Schließung des Hallenbades zu beraten
    • Bei einem kurzfristigen Gutachten wurde festgestellt, dass das Hallenbad einen sehr hohen Sanierungsbedarf hat
    • Im Vorfeld der Sitzung hat die Vorstandschaft des SCW einen eindringlichen Brief an den Stadtrat geschickt. Dies hat wohl dazu beigetragen, dass zumindest eine Alternative (Traglufthalle) ins Gespräch gekommen ist
    • Unter https://sessionnet.krz.de/woerth_am_rhein/bi/si0057.asp?__ksinr=11453 ist die offizielle Sitzungsvorlage abrufbar.
    • Interessant ist dabei das Gutachten von 2016, bei dem dem Hallenbad ein guter Zustand bescheinigt wurde, aber auch gleichzeitig Investitionen für die nächsten Jahre aufgeführt wurden. Von der vorgeschlagenen Summe wurden bis dato 11,5% investiert, wobei zu bedenken ist, dass es zu dieser Zeit noch keine größeren Haushaltslücken gab. Jeder kann sich jetzt selbst Gedanken dazu machen, wie es zur jetzigen Situation kommen konnte.
    • In vielen Gesprächen und Email-Diskussion mit Entscheidungsträgern und Wortführern ist uns klar geworden, dass es kein Interesse gibt, das Hallenbad zu erhalten. Leider können wir aus Datenschutzgründen dies nicht alles veröffentlichen.
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  • Fakt ist, dass es für einen Schwimmclub schwer wird zu überleben, bei den kommenden Rahmenbedingungen der nächsten Jahre.
    • Es sind zwar längere Öffnungszeiten des Badeparkes (April-Oktober) angedacht, aber bei niedrigen Außentemperaturen ist es sehr unangenehm ein Training im Wasser durchzuführen. Viele Kinder fangen an schlechten Sommertagen schon schnell an zu frieren.
    • Ein Wettkampftraining ohne Winter-Hallenbad ist nicht möglich. Die Saison der Wettkämpfe findet von September bis April statt, wobei gerade April/Mai die Zeit der Meisterschaften. Der Sommer spielt im Schwimm-Wettkampfsport keine Rolle.
    • Breitensport, der nur in der Hälfte des Jahres angeboten wird, ist für viele nur wenig interessant.
    • Auf Dauer werden wir somit keinen Nachwuchs für den Wettkampfsport ausbilden können.
    • Ob über die gesamten Jahre alle Trainer an Board bleiben ist auch fraglich. Neue Trainer mit dieser Situation auszubilden wird auch sehr schwer sein.
    • Wassergewöhnungskurse lassen sich, aus verschiedenen Gründen, nicht im Badepark anbieten. So wird dem Verein auf Dauer noch mehr neue Mitglieder fehlen. Von den Kindern, die dadurch nicht schwimmen lernen, wollen wir an dieser Stelle nur am Rande erwähnen.
    • Alle bisherigen Veranstaltungen wie Frühlingsschwimmen, Bienwaldcup, Ausrichtung von Meisterschaften, wird es für viele Jahre nicht geben,
    • Letztendlich rechnen wir mit einem kontinuierlichen Rückgang der Mitglieder und einem Neuaufbau zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Kombibades
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  • Wie geht es weiter?
    • Die Online Petition läuft, um den Stadtrat von einem Erhalt des Hallenbades zu überzeugen
    • Die Zusammenarbeit mit dem DLRG und Tricon wurde gestartet, da wir alle die 100% gleichen Interessen haben.
    • Anfang September findet die nächste Stadtratssitzung zu diesem Thema statt. Je nach Ausgang werden wir zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einladen.
    • In der Zwischenzeit suchen wir mit Hochdruck nach Alternativen. Aber da alle vorhandenen Bäder oft an der Kapazitätsgrenze laufen, wissen wir aktuell auch noch nicht, was möglich ist.
    • Zudem schauen wir, wenn wir für unser Anliegen mobilisieren können. Immerhin gibt es von der DLRG Deutschland schon eine Initiative, um das Bädersterben in Deutschland zu verhindern.
    • https://www.bundestag.de/presse/hib/677776-677776
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  • Was spricht zudem für den Erhalt des Hallenbades

 

Stand 24.06.2020

Liebe Schwimmclubmitglieder,


wie einige vielleicht schon aus der Rheinpfalz vom 23.06.2020 oder von der letzten Sitzung des Werk- und Bäderausschuss gehört haben, steht die Öffnung des Hallenbades nach der Badepark-Saison 2020 in den Sternen. Das Hallenbad hat einen sofortigen Sanierungsbedarf von geschätzt 1.2 Millionen Euro. Im jetzigen Zustand des Hallenbades wird es keine Öffnung geben, da die Sicherheit der Gäste nicht gewährleistet werden kann. Ob überhaupt noch einmal in ein Bad investiert werden wird, dass in ein paar Jahren abgerissen werden soll, wird am 29.06.2020 in einer gemeinsamen Sitzung des Stadtrates und des Werk- und Bäderausschusses entschieden.


Für uns als Verein wäre eine Schließung eine massive Bedrohung des Vereinslebens, da es bis zu einem Kombibad auf dem Badeparkgelände wohl noch 5-7 Jahren dauern wird. Nur 3 Monate Training im Jahr, während der Badepark-Saison, wären ein äußerst ungenügender Zustand. Wir plädieren daher an die Stadt, nicht einfach das letzte Hallenbad im Kreis Germersheim aufzugeben, sondern zumindest über eine Alternative nachzudenken, die kurzfristig umsetzbar ist. Dies wäre z.B. die Anschaffung einer Traglufthalle für das 50m Becken im Badepark. Mit dieser Technik, die bereits seit vielen Jahren in Neustadt und Mainz eingesetzt wird, kann ein ganzjähriger Badebetrieb sichergestellt werden. Dies liegt nicht nur im Interesse der Schwimmclubs, sondern auch der anderen Vereine im Bad, wie dem DLRG und dem Tricon Wörth. Natürlich ist eine ganzjährige Schwimmmöglichkeit für die Schulen, die Bevölkerung und die Kinder, die Schwimmen lernen sollten, essentiell. Schon jetzt kann das Angebot an Schwimmkursen die hohe Nachfrage nicht decken und überall gibt es zum Teil mehrjährige Wartelisten. Diese Situation wird sich garantiert noch verschärfen bzw. ein noch größerer Teil der Kinder wird nicht mehr Schwimmen lernen.


Jetzt können wir nur hoffen, dass kommenden Montag eine umsichtige Entscheidung getroffen wird, die im Sinne aller Schwimm- und Badebegeisterten ist.




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Gespeichert von stephen am Di., 23.06.2020 - 21:49